{"id":90,"date":"2020-05-27T19:08:42","date_gmt":"2020-05-27T17:08:42","guid":{"rendered":"http:\/\/tcm4you.ch\/wordpress\/?page_id=90"},"modified":"2024-05-31T15:29:54","modified_gmt":"2024-05-31T13:29:54","slug":"was-ist-tcm","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/akupunktur.gl\/index.php\/was-ist-tcm\/","title":{"rendered":"Was ist TCM?"},"content":{"rendered":"\r\n<p class=\"has-text-color has-background has-large-font-size has-very-light-gray-color\" style=\"background-color: #837d7d;\"><strong>Philosophie<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><br \/>Die Traditionelle Chinesische Medizin blickt auf eine mehr als dreitausendj\u00e4hrige Geschichte zur\u00fcck. Der Sage nach sind es die Kaiser Shen nong und Huang di, welche die Medizin begr\u00fcndet haben. Der Erstere soll die Heilpflanzen den Menschen zug\u00e4nglich gemacht haben. Der Andere die Akupunkturnadeln in die Medizin eingef\u00fchrt haben. Zwei der \u00e4ltesten medizinischen Werke tragen ihre Namen: Das Shen nong ben cao jing (der Arzneiklassiker des Shen nong) und das Huang di nei jing (der Innere Klassiker des gelben Kaisers). Noch heute studiert jeder TCM-Arzt diese beiden Werke. Die TCM ist aus dem Daoismus, Buddhismus und Konfuzianismus entstanden. Die wichtigsten Grundlagen der TCM sind die Lehre von Yin und Yang, den f\u00fcnf Wandlungsphasen (Elementen) und die Lehre vom Qi (Lebenskraft oder Energie).<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><br \/><strong>Yin und Yang<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Yin und Yang sind nicht ausschliessende, sondern komplement\u00e4re Begriffe. Das Eine ist ohne das Andere nicht zu denken. Wer Yin und Yang begriffen hat, der hat die ganze TCM begriffen, so heisst es in den Klassikern der TCM. Wir finden Yin und Yang wieder in der Diagnostik, wo dann weiter differenziert wird, ob es sich um eine oberfl\u00e4chliche (akute) oder tiefe (chronische) Erkrankung, um eine K\u00e4ltekrankheit oder um eine Hitzekrankheit, um einen F\u00fclleprozess oder um einen Leereprozess handelt. Letztlich ergibt sich daraus die Therapie der Wahl, denn nicht jede Methode der TCM vermag jede St\u00f6rung zu beheben.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><br \/><strong>Die f\u00fcnf Wandlungsphasen<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Ein weiteres Modell bilden die f\u00fcnf Wandlungsphasen, die in westlicher Literatur oft als f\u00fcnf Elemente erscheinen. Dies ergibt aber falsche Assoziationen, denn es handelt sich hier um ein dynamisches Modell. Die f\u00fcnf Wandlungsphasen &#8211; Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser &#8211; sind voneinander abh\u00e4ngige Zyklen. Zum Holz resonieren etwa der Wind, das Gr\u00fcne, der Fr\u00fchling, die Geburt, fr\u00fche Jugend, die Leber, die Gallenblase, das Saure, etc. Bringt man diese Resonanzreihen nach dem Gesetz der f\u00fcnf Phasen zueinander in Beziehung, erh\u00e4lt man wiederum eine Reihe von klinisch h\u00f6chst wichtigen Daten f\u00fcr die Phytotherapie, Akupunktur und Diagnostik.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><br \/><strong>Qi<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Eine besondere Rolle spielen in der Chinesischen Medizin das Konzept vom Qi. Es handelt sich um eine dynamische Komponente, die im K\u00f6rper als eine Art Lebenskraft zirkuliert. Es gibt nur ein Qi, welches sich in vielen Formen zeigt: Himmlisches Qi (das wir \u00fcber die Atmung aufnehmen), Nahrungsqi (das wir \u00fcber die Nahrung aufnehmen), Urspr\u00fcngliches Qi (das uns als Erbsubstanz mitgegeben wird), etc. F\u00fcr die Chinesen ist Qi aber nicht eine esoterische Angelegenheit sondern etwas f\u00fcr jeden Erfahrbares. So wird Qi etwa in den \u00dcbungen des Qi gongs, im Tai ji quan und in anderen Kampfsportarten gelenkt und kultiviert.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><br \/><strong> Leitbahnen<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Zu jeder Wandlungsphase geh\u00f6rt ein ganzes System von Leitbahnen, welche mit den Namen der inneren Organe verbunden werden: Lunge, Milz, Niere, Herz und Leber. Diese Leitbahnen, in welchen das Qi zirkuliert, gelangen an gewissen Punkten an die Oberfl\u00e4che des K\u00f6rpers. Bekannt sind \u00fcber tausend Punkte, viele davon auch ausserhalb der Leitbahnen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><br \/><strong>Die pathogenen Faktoren<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die TCM reduziert die krankmachenden Faktoren auf innere, \u00e4ussere und neutrale Faktoren. \u00c4ussere Faktoren sind z.B. Wind, Hitze, K\u00e4lte etc.. Inneren Faktoren sind Trauer, Freude, Wut, Gr\u00fcbeln und Angst. Durch die inneren Faktoren wird ein Bogen zur Psychotherapie geschlagen. TCM ist ein ganzheitliches System. Neben diesen pathogenen Faktoren k\u00f6nnen nat\u00fcrlich auch Unf\u00e4lle, Di\u00e4tprobleme (Nahrungsmittelvergiftungen, falsche Ern\u00e4hrung) pathogen wirken.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><br \/><strong>Diagnose<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die Diagnose erfolgt nach einem genauen Betrachten der Zunge und des Pulses. Die Zunge wird nach Erscheinungsbild, Farbe des Zungenk\u00f6rpers und Art und Weise des Belags beurteilt. Dies allein gibt schon einen Hinweis auf die Krankheit verursachenden Faktoren. Beim Puls werden Qualit\u00e4ten unterschieden. Gesichtsfarbe, Temperaturempfindungen und Schmerzqualit\u00e4ten runden das Bild der Diagnose ab.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-spacer\" style=\"height: 50px;\" aria-hidden=\"true\">\u00a0<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-background has-large-font-size has-very-light-gray-color\" style=\"background-color: #837d7d;\">Methoden<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><br \/><strong>Akupunktur<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die wohl bekannteste Therapieform ist die Akupunktur, die im Westen bereits seit dem 17. Jahrhundert bekannt ist. Angewendet wird sie hierzulande seit den 70er- Jahren. Es werden dabei Nadeln in die Punkte der Leitbahnen gestochen, um eine Regulation des Qi-Flusses zu bewirken.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><br \/><strong>Moxa<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Nicht zu trennen von der Akupunktur sind die Moxibustion, eine Erw\u00e4rmung der Punkte durch Verbrennen von Artemisia (Beifuss) oder Kohle.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><br \/><strong>Tuina<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Tuina ist eine Verbindung aus Massage, Akupressur und chiropraktischen Elementen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><br \/><strong>Schr\u00f6pfen<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Schr\u00f6pfen ist ein Verfahren bei welchem Gl\u00e4ser durch Unterdruck auf bestimmte Punkte oder Schmerzareale aufgesetzt werden, um pathogene Faktoren auszuleiten oder die Durchblutung zu f\u00f6rdern.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><br \/><strong>Qi Gong\/ Tai Ji<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Qi Gong\/ Tai Ji sind Atem\u00fcbungen, Gymnastik und Meditationstechniken, welche unter einem Begriff subsumiert werden. W\u00e4hrend im Westen die k\u00f6rperliche Ert\u00fcchtigung als pr\u00e4ventive Massnahme kaum 200 Jahre Tradition hat, sind \u00dcbungen zu diesem Zwecke seit mehreren tausend Jahren ein integraler Bestandteil der chinesischen Kultur.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><br \/><strong>Ern\u00e4hrung<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Ein weiterer Themenkreis, der im Westen kaum bekannt ist, ist das hochdifferenzierte System der chinesischen Di\u00e4tetik, welche seit Jahrhunderten zur Vorbeugung und Therapie verwendet wird.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><br \/><strong>Pharmakologie<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u00dcber 2800 Substanzen sind in der TCM vereinigt. Viele dieser Heilsubstanzen werden auch in Europa verwendet und sind bei uns heimisch. Zum Beispiel die Rhabarberwurzel, Engelwurz, Zimt und Wegerich. Deshalb werden vermehrt westliche Kr\u00e4uter im Sinne der TCM verwendet und empfohlen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Philosophie Die Traditionelle Chinesische Medizin blickt auf eine mehr als dreitausendj\u00e4hrige Geschichte zur\u00fcck. Der Sage nach sind es die Kaiser Shen nong und Huang di, welche die Medizin begr\u00fcndet haben. Der Erstere soll die Heilpflanzen den Menschen zug\u00e4nglich gemacht haben. Der Andere die Akupunkturnadeln in die Medizin eingef\u00fchrt haben. 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